Wallerseminar - Kalle's Angelkiste

27.05.2013 - von Carsten Zeck -

Hausmessen sind für viele Teamangler ein leidiges Muss. Ich hingegen habe mich von Anbeginn meiner Tätigkeit als Repräsentant auf solchen Veranstaltungen immer sehr wohl gefühlt. Schließlich lernt man die Angelläden und vor allen Dingen auch deren Kunden kennen. Direkter Kontakt mit den Endverbrauchern ist mir sehr wichtig und bereitet mir darüber hinaus auch großen Spaß. Gerade in meiner heutigen Rolle muss ich ja ganz genau wissen, was den Anglern so auf der Seele brennt. Außerdem macht man so neue Bekanntschaften und nicht selten entstehen sogar langjährige Freundschaften.
Der Laden „Kalle’s Angelkiste“ in Kehl, den ich letztes Wochenende besucht habe, war ein Geschäft mit dem Prädikat „Hereinkommen und Wohlfühlen“. Spätestens nach dem Kennenlernen von Kalle, dem Besitzer, wurde mir das sofort klar. Die Hausmesse konnte nur gut werden. Auch wenn ich die Tage zuvor megaviel Stress hatte und ein Termin den nächsten jagte, akklimatisierte sich mein Körper recht schnell. Diese Veranstaltung war darüber hinaus auch keine normale Messe. Es war eher ein Kurs, in dem die Teilnehmer auch in der Praxis lernen sollten, wie man am besten vorgeht, um unseren schleimigen Freunden nachzustellen.

Doch vor dem Vergnügen mussten die 15 Teilnehmer zuerst einmal die „Schulbank“ drücken… Spaß beiseite. Klar hielt ich einen Vortrag, nur sollte dieser so interaktiv wie möglich ausfallen. Die 15 Teilnehmer (da setzten wir die Grenze) nahmen das Angebot dankend an und die 2-Stunden-Show bzw. die Dialoge vergingen wie im Flug.
Am Freitagabend galt es dann, das Erlernte in die Praxis umzusetzen. U-Posen-Fischen, sowohl mit Blei, als auch mit dem Stein als Beschwerung, stand auf dem Programmpunkt. Mir war es wichtig, den Leuten Methoden zu zeigen, die sie relativ einfach einsetzen können – auch wenn sie beispielsweise kein Boot zum Auslegen zur Verfügung haben. Zum Glück hatte ich mein kleines „Jolly“ noch im Kofferraum (eigentlich hole ich es da fast nie heraus:- ) ). So konnten wir nämlich eine Landzunge ansteuern, die es uns ermöglichte, sowohl in einem ruhigen Bereich, als auch im Rhein selbst zu fischen. Außerdem holten wir so, eine überaus interessante Kehrströmung mit. Auf diesem Platz bekam ich alle Teilnehmer unter und egal ob geworfen, oder die Montage mit dem Boot abgelegt wurde – jeder der Angler kam so auf seine Kosten.
Doch zuerst einmal musste übergesetzt werden. Bis 15 Mann, inklusive Tackle, in einem 2,50m-Boot auf der Landspitze waren, verging schon etwas Zeit. Aber Hauptsache am Ende passte der Platz!

Ich denke, dass jeder Seminarteilnehmer einiges aus der gemeinsamen Session mitgenommen hat. Sogar einen Waller konnten wir an diesem Abend, trotz miesen, schweinekalten Bedingungen, fangen. 11 Grad Wassertemperatur…wann hat es das, Ende Mai schon mal gegeben? Egal, wir waren entschneidert und der kleine Walli bewies auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Alternativköder tatsächlich fangen. Grundeln können auch für etwas gut sein;-)

Vielleicht trifft man sich demnächst ja auch auf einer Veranstaltung am Wasser. Beachtet einfach mal unsere Terminliste. Der ein- oder andere Praxisevent steht in diesem Jahr noch an.

Euer Carsten