Wintertrip ins Hinterland

04.01.2015 - von Robin Dörr - 

Das Camp ist zurzeit wie ausgestorben und Rückblicke auf die vergangenen Guidings lassen mich nun selbstbewusst auf die nun bevorstehende Abschlusstour im Winter blicken. Vieles was in den letzte Wochen und Monaten bei angenehmen Wassertemperaturen funktionierte, hieß es nun genauer zu überdenken, denn das Wasser war bereits empfindlich kalt geworden.

Unser Kurs stand fest. Wir wollten an verschiedenen Gegenden des Flusses - und vor allem an unbefischten Gebieten -  unsere Leinen spannen, um somit einige dicke Winterwaller auf die Matte zu legen.

Der Plan schaute wie folgt aus:
Wir waren täglich an anderen Locations unterwegs, um somit möglichst viele unbekannte Ecken des naturbelassenen Ober- und Unterlaufs der bekannten Staustufe von Riba Roja zu befischen. In diesen Gegenden fischt man wirklich noch in einsamer Natur. Getreu dem Motto, „Pioniere brauchen keine Landkarten“ machten sich mein Bruder und ich auf den Weg. Die Ausgangssituation in welcher wir uns im Zeitraum des einwöchigen Trips befanden, war Hochwasser mit steigender oder zumindest gleichbleibender Tendenz. Da die Wassertemperaturen je nach Flussabschnitt noch zwischen 8,5 und 11 Grad lagen, fischten wir ganz klassisch die Ufer- und Flussbettkanten mit Reißleinenmontagen und U-Pose ab. Demzufolge boten wir unsere Köder variabel in Tiefen zwischen 1,5 und 9 Meter an. Das leidige Thema der Köderfischbeschaffung im Winter war dieses Mal nicht gegeben. Wir fingen innerhalb kürzester Zeit einen bunten Mix aus Rotaugen, Rotfedern, Döbeln und Karpfen in perfekten Größen.

Wir rechneten nicht mit dutzenden von Aktionen, doch hier sollten wir uns täuschen...
Egal an welchen Flussabschnitt wir fuhren; in den seltensten Fällen kamen wir dazu alle vier Ruten auszulegen, bevor der erste Waller einschlug. Hochwasser setzt alle Regeln außer Kraft – dies war auch dieses Mal so. Die Bisse waren bei allen Welsen sehr zaghaft, keiner der Fische schaffte es beim Anbiss die 0,45 – 0,40 mm Reißleine zu sprengen auch die größeren Fische nicht. Man konnte auf Grund des Anbisses keineswegs erkennen ob der Fisch nur einen oder möglicherweise auch zwei Meter Länge hatte. Die Fische waren beim Biss wirklich überaus zaghaft und vorsichtig. Eines war sehr interessant zu beob
achten: Unter allen Köderfischen waren die Rotaugen die unangefochtenen Nr.1 bei den Wallern. Im Gegensatz zum Sommer wo eher die Karpfen als erstes zum Erfolg führen. Erst nachdem die Rotaugen von den Haken waren, wurden die anderen Fische attackiert.

Letzten Endes konnten wir bei nächtlichen Temperaturen zwischen -2 und +3 Grad, sowie Tagestemperaturen um die 14 Grad, 16 kleinere Waller zwischen 0,8 und 1,50 Meter auf die Matte. Hinzu kamen vier sehr gute und massive Fische in den Längen 2,01; 2,12; 2,34 und 2,39 Meter. Alle Fische wurden mit der Pro-Cat 3,00m gefangen welche ich auch die ganze Saison über mit meinen Gästen gefischt habe. Die Ruten haben durch die Drillbelastung der immerhin über 150 Angeltage im Jahr mit vielen 2m+ Fischen keinen Verschleiß an Steckverbindung, Ringen oder Rollenhalter. Dies konnte ich bisher noch von keinen meiner zahlreich getesteten Rutenmodellen sagen.

Zum Ende dieser Saison beende ich meine Tätigkeit als angestellter Guide in der Fishing Lodge Matarrana und werde meinen eigenen Weg gehen. Auch im nächsten Jahr werde ich all meine Motivation meinen Gästen zu Gute kommen lassen um ihnen unvergessliche Tage in toller Natur mit dicken Wallern zu ermöglichen! Ihr fischt bei meinen sämtlichen Touren selbstverständlich ausschließlich hochwertigem Tackle von Zeck Fishing.

Für weitere Infos über meine Art zu fischen, erreicht Ihr mich unter meiner neuen Domain www.ebro-waller.com oder unter meiner Telefonnummer: +49 (0) 157/ 78 29 85 89.

Ich freue mich schon auf Euer Feedback!

Ich bleibe meinem Fluss treu...
Ein erfolgreiches Jahr 2015 in jeder Hinsicht wünscht Euch

Robin