Einschlag bei Niedrigwasser

25.07.2015 - von Jan Lehmann -

Die umfangreichen Umbauarbeiten am Heck meines Bootes waren dank der Unterstützung meines Freundes Markus abgeschlossen. Die letzte gemeinsame Session war auch schon wieder eine Weile her und somit entschlossen wir uns spontan gemeinsam mit unseren Frauen und meiner Tochter ein gemeinsames Wochenende beim Fischen zu verbringen. Auch die Modifikationen an unseren Booten sollten sich dabei gleich einem Testlauf unterziehen und so begaben wir uns an einen großen Fluss unserer Region.

Die Bedingungen waren alles andere als gut. Der Fluss empfing uns mit extremen Niedrigwasser und der Kanal zwischen unserer Slipstelle und dem Hauptfluss war kaum zu passieren.

Auch der Spot für den wir uns entschieden, lag zu einem ungewohnt großen Teil trocken. Daher beschlossen wir den Großteil der Montagen etwas weiter im Flussbett zu platzieren, da sich die Fische vermutlich bei einem derart niedrigen Wasserstand mehr Richtung Hauptrinne orientierten.

Schon der Köderfischfang mit der Feederrute bestätigte diese Theorie, da die besseren Exemplare im stärker strömenden Hauptfluss bissen.

Am Abend lagen dann alle Ruten wie gewollt. Der erste Biss kam noch vor der Dunkelheit. Einem kurzen heftigen Drill folgte ein satter Hänger. Markus und ich führen mit dem Schlauchboot über den Fisch, doch es rührte sich nichts mehr. Vermutlich hatte sich der Fisch befreit, aber die Montage hielt nach wie vor im Hindernis. Also entschloss ich mich kurzer Hand die Montage frei zu tauchen. Mit Erfolg, jedoch war der Fisch tatsächlich bereits weg.

Mit dem Boot zurück am Ufer angelangt, schlug die nächstgelegenw Rute aus und verneigte sich unter enormen Druck im Halbkreis.

Mit viel Druck versuchte ich den Fisch schnell aus dem Hauptstrom in die Buhne zu bugsieren, was auch gelang.

Einige Minuten später konnte Markus den stattlichen Fisch im Unterkiefer greifen und sicher Landen.

Innerhalb von nicht einmal 15 Minuten hatten wir bereits zwei Bisse und einen sehr guten Fisch gelandet.

Leider verlief die restliche Nacht ohne Aktion.

Am nächsten Morgen ging ohne Vorwarnung eine der stromauf gelegten Ruten krumm doch leider wurde der Fisch nicht richtig gehakt und ging verloren.

So auch am späten Abend der zweiten Nacht, was leider hin und wieder bei stromauf gelegten U-Posenmontagen passiert und dem Umlenken geschuldet ist.

Das Problem hierbei entsteht in dem Moment, in dem die Reißleine des Umlenkers bricht und die Hauptschnur erschlafft, bis man sie wieder aufgekurbelt hat. Da hier kurz nach dem ersten greifen des Hakens einige Sekunden Druck auf der Hauptschnur fehlt, kommt es leider ab und an vor, dass der Fisch den Haken wieder los wird.

Entgegnen kann man dem vermutlich mit einem festen Umlenker, den man nach dem Biss anfährt und die Hauptschnur von Hand ausklinkt.

Oder man wählt die Reißleine des Umlenkers so stark, dass man sie nur kontrolliert von Hand durchschlagen kann, wenn der Fisch unter Spannung gehakt ist.

Beide Varianten werde ich in Zukunft testen und auch hierüber noch einmal berichten.

 

Bis zum Biss…Der Jan