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Angeln auf Barsch und Zander mit dem Gummikrebs Edward
Eine Auswahl an Edward Gummiködern, die ich sehr gerne zum Barsch angeln verwende.

Jeder von euch ist im Angelladen oder Onlineshop schon einmal bewusst oder unbewusst über diese putzigen Gummiköder gestolpert. Trotzdem montieren die wenigsten Raubfischangler die Krebsimitationen zum Barsch angeln an ihre Haken. Woran liegt das? Meiner Meinung nach kann es nicht an der Fängigkeit des Köders liegen, denn für mich sind die Gummikrebse nicht mehr aus meinen Tackle-Boxen wegzudenken!

Ich fange regelmäßig große Barsche auf Gummikrebse.

Die Theorie

Als Jungangler bin ich oft nachts mit der Stirnlampe am Gewässer unterwegs gewesen und habe die Uferzone nach allerlei Lebewesen abgesucht. Dabei bin ich immer wieder auf Krebse in allen Farben und Größen gestoßen. Für mich war damals schon recht schnell klar, dass sie auch auf dem Speiseplan der Barsche und Zander stehen müssen.

Unser Gummiköder Edward steht für sich und macht eine gute Figur!

Die Bestätigung

Und ja, ich fand auch meine Theoriebestätigung, denn einige Jahre später, konnte ich im Herbst, über mehrere Wochen hinweg, viele große Barsche mit Gummikrebsen fangen. Das Einsatzgebiet der allermeisten Gummikrebse auf dem Markt ist sehr begrenzt. Durch die fehlende Eigenaktion machen sie am normalen Jigkopf oder anderen Finesse-Techniken nicht immer eine gute Figur. Bei unserem Edward hingegen ist das anders!

Täuschend echtes Aussehen und bewegliche Scheren - das waren die Vorgaben bei der Entwicklung unseres Edwards.

Das ideale Krebsimitat

Wichtig war uns bei der Entwicklung unseres Gummikrebses Edward, dass sich seine Scheren beim leichtesten Zug verlockend bewegen würden. Diese Bewegung sollte allerdings nicht zu druckvoll sein. Kleine Mikrobewegungen waren uns dabei ebenso wichtig wie das Abbilden der Silhouette eines echten Krebses. Schließlich schnappen Räuber wie Barsch, Zander und Hecht meistens in der Ruhephase der Köderführung zu, wenn sie genug Zeit hatten, den Gummiköder genau zu beäugen.

Um regelmäßig mit Creature Baits große Barsche zu fangen, ist die Führungstechnik beim Angeln entscheidend.

Führungstechnik

Häufig brauchen die Barsche etwas länger, bis sie die Gummikrebse attackieren. Wenn es aber soweit ist, passiert es zumeist sehr entschlossen. Ich denke das liegt an der hohen Verletzungsgefahr für den Raubfisch. Deshalb ist die Führungstechnik sehr wichtig und manchmal auch fangentscheidend.

Ich fische den Gummikrebs gerne auch am Skirted Jig auf große Barsche.

Weniger Fehlbisse

Ich fische unseren Gummikrebs Edward ganz klassisch am Jigkopf oder am Skirted Jig auf Barsch und Zander. Hierbei wähle ich das Gewicht des Bleikopfes so, dass ich den Gummiköder gerade noch am Boden halten kann. Das beugt Fehlbissen vor, die bei zu hohen Ködergewichten entstehen würden. Um meinem Köder zusätzlich größtmöglichen Bewegungsspielraum zu gewähren, verwende ich einen Egg Snap in der Größe 0 oder 1, welchen ich mittels Clinch-Knoten an meinem Fluorocarbon-Vorfach anbinde.

Ich verwende beim Barschangeln Fluorocarbon Vorfächer für klares Wasser und dünne Stahlvorfächer, wenns besonders unauffällig sein soll.

Das Vorfach

Als Vorfach benutze ich, aufgrund der Hechtgefahr in den meisten Barschgewässern, ein dünnes Stahlvorfach mit 6 kg Tragkraft, wenn ich meine Präsentation so unscheinbar wie nur möglich gestalten möchte. Eine gute Alternative ist ein kurzes Stück dickes Fluorocarbon (mindestens 0,74 mm) welches man beispielsweise mittels Solid Ring und Clinch-Knoten an ein 0,33 bis 0,47 mm starkes, circa 1,20 m langes Fluorocarbon-Vorfach knotet. Letzteres verwende ich bevorzugt beim Angeln auf große Barsche in sehr klaren Gewässern. Als Verbindungsknoten zur geflochtenen Hauptschnur verwende ich gerne den Albright-Knoten.

Meine Führungsart beim Barschangeln ähnelt der natürlichen Fortbewegung eines echten Krebses.

Köderführung

Mein Führungsstil gleicht eher einem "einschleifen" des Gummikrebses. Schaut man sich einmal einen echten Krebs bei der Fortbewegung im Wasser an, sieht man auch gleich warum! Als Rute verwende ich gerne unsere Peak JG 2 in 2,40 m Länge mit 40 g Wurfgewicht oder die etwas leichtere Swift mit 2,13 m und maximal 18 g Wurfgewicht. Nicht immer merkt man die Bisse mit einem harten Ruck, denn besonders Barsche "hängen" sich häufig lediglich nur an den Köder.

Im Vergleich zu den Barschen, lassen sich bei den Zandern nicht immer die großen Exemplare ausselektieren.

Auch Zander ernähren sich hin und wieder von Krebsen und lassen sich mit dem Edward überlisten.

Egal ob am Caroliner Rig, Cheburashka Rig, oder klassisch am Jig Kopf - der Gummikrebs ist ein Allroundtalent für große Barsche und Zander.

Finesse-Techniken

Natürlich kann man den Edward auch am Carolina-Rig, Cheburashka oder Drop-Shot-Rig montieren, um auf Barsche zu angeln. Das ergibt gerade dann Sinn, wenn die Barsche und Zander nicht allzu aktiv und eher auf schwerelos geführte Gummikrebse aus sind. Genau dann spielen die oben genannten Rigs ihre Stärken aus.
Für diejenigen unter euch, die Interesse an dem von mir verwendeten Tackle haben, habe ich eine Tackle Checkliste am Ende des Beitrags zusammengetragen.

Häufig sind es gerade die großen Barsche, die man beim Angeln mit einem Gummikrebs an den Haken bekommt.

Ihr seht also selbst, dass man nicht viel braucht, um mit unserem Gummikrebs Edward erfolgreich zu sein. Dieser Gummiköder bringt immer dann große Barsche, wenn zum einen natürlich Krebse im Gewässer vorkommen, diese auch bevorzugt von den Barschen als Nahrung angesehen werden und zum anderen die Räuber eher auf eine langsamere Köderführung reagieren!

Also probiert es unbedingt aus! Ich wünsche euch viel Erfolg und gutes Gelingen

Euer Sebastian Moehrke

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