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Meistens ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihr beim Barschangeln im Sommer auf einen hungrigen Trupp stoßt
Für die meisten Raubfische verschieben sich ihre Fressphasen im Sommer in die Morgen- und Abendstunden.

Der Sommer und gerade die Monate Juli und August sind nicht für jeden Raubfisch eine Top-Zeit. Viele unserer heimischen Räuber sind dann eher weniger aktiv und tagsüber recht träge. Ihre Fressphasen und die damit verbundenen Beißzeiten verschieben sich in die Morgen- und Abendstunden.

Barsche hingegen stellen die Ausnahme dar. Sie sind im Sommer auch gerne Tagsüber aktiv.

Unser geliebter Barsch hingegen stellt hier eine Ausnahme dar. Er ist ein Sichträuber, mag die hellen Tagesstunden und lässt sich auch zur Mittagszeit immer mal wieder recht gut fangen. Erfahrt in diesem Artikel wie ich den gestreiften Räubern beim Barschangeln auf die Stacheln rücke.

Im Frühsommer stehen die Barsche unter der Weißfischbrut an den Kanten oder direkt im Flachwasser.

Wo findet ihr die Barsche im Sommer?

Das ist natürlich von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich, die kleinen Stachelritter passen sich meiner Meinung nach an die Aktivität ihrer Beutefische an. Im Frühsommer, wenn die Weißfischbrut in großen Schwärmen an den Kanten oder im Flachwasser steht, sind auch die Barsche darunter zu finden und zu fangen.

Wird das Wasser langsam wärmer, verstecken sich die Barsche auch gerne mal zwischen Schilf und Kraut.

Dem Futter hinterher

Je wärmer es im Sommer wird, desto mehr ändern auch die Beutefische ihr Verhalten. Häufig verstecken sie sich dann zwischen Schilf, Kraut oder Hindernissen.

Schließen sich die Futterfische zu großen Schwärmen im Freiwasser zusammen, folgen die Barsche ihnen natürlich auch.

Die meisten Kleinfische versammeln sich allerdings in den von mir beangelten Gewässern zu großen Schwärmen und lassen sich dann von den Barschen durch das Freiwasser treiben. Je nach aktueller Vorliebe der Barsche ziehen sie dann ihren bevorzugten Beutefischen hinterher.

Dennoch lieben die Barsche auch Verstecke. Versunkene Bäume vor einer abfallenden Kante sind jetzt wahre Hotspots.

Hot Spots

Gute Sommerspots zum Barschangeln können jetzt z.B. versunkene Bäume sein, vor allem wenn sie direkt an abfallenden Kanten zu tieferem Wasser liegen, aber auch Bootsanleger und Stege sind immer interessant. Kanten von Krautfeldern bringen tagsüber auch immer wieder den einen oder anderen guten Barsch. Sie mögen einfach alle Stellen, wo sie schnell aus der Deckung heraus zuschlagen können.

Ihr seht schon, man kann nie genau sagen, wo die Burschen gerade stehen. Fakt ist aber, dass die deutlich größeren Exemplare werdet ehre im Freiwasser zu finden sind.

Große Barsche im Freiwasser

Barsche sind aber eben nicht nur in der Nähe von Unterständen und Versteckmöglichkeiten zu finden. Gerade die großen Barsche, mit selbst wenigen Fressfeinden, sind deutlich losgelöster im Freiwasser aktiv.

Sucht aber dennoch auch im Freiwasser immer nach Strukturen. An sogenannten Barschbergen oder Plateaus ziehen immer mal wieder Barsch-Trupps vorbei.

Die unteren Kanten von sogenannten Barschbergen und Plateaus im Gewässer, haben den Namen nicht umsonst verpasst bekommen. Hier patrouillieren die Barsche tagsüber immer mal wieder vorbei, so dass es meistens nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr beim Barschangeln auf einen hungrigen Trupp stoßt.

Ich versuche mit meinen Ködern kleine Brutfische zu imitieren. Schlanke Gummis in der 2,5 bis 3 Inch Klasse passen perfekt ins Beuteschema der Barsche.

Offset- oder Jighaken?

Meine bevorzugten Sommer-Köder zum Barschangeln sollen natürlich kleine Brutfische imitieren. Hierfür eignen sich kleine schlanke Gummiköder, wie unsere Dudes, Boggys oder Wilsons am besten. Diese kann man schnell variieren und problemlos beim Angeln in unterschiedlichen Tiefen anbieten. Am besten greifen werden beim Angeln auf Barsche die klassischen Jighaken. Fische ich allerdings in der Nähe von Hindernissen oder Kraut, verwende ich gerne Offsethaken an der Cheburashka-Montage um Hänger möglichst zu vermeiden. Diese Kombination bietet ein schönes Köderspiel, gepaart mit dem minimalsten Hängerrisiko.

Auch wenn die Barsche sich den ganzen Tag über fangen lassen, so sind doch die Morgen- und vor allem die Abendstunden auch bei den Stachelrittern besondere Aktivphasen.

Den ganzen Tag aktiv

Die Barsche sind den ganzen Tag über aktiv. Jedoch habe ich beobachtet, dass sie gerade in den Abend- und Morgenstunden ein noch aggressiveres Fressverhalten zeigen als sonst. Nichts desto trotz ist der Barsch unser bevorzugtes Ziel im Sommer, da man tatsächlich fast immer mit Fischen rechnen kann.

Wenn im Sommer abends der Wind langsam abflaut und die Aktivität der Kleinfische an der Oberfläche zunimmt, dann schlägt auch die Stunde der Barsche.

Die Beute wird aktiv

Steht am Abend die Sonne etwas tiefer und der Lichteinfallswinkel ist nicht mehr so groß, werden in dieser Phase die Beutefische deutlich aktiver. Nun trauen sich die Kleinfische aus ihrer Deckung. Genau dann schlägt die Stunde der Barsche. Sie versammeln sich unter den Schwärmen und treiben sie in einer wilden Jagd an die Wasseroberfläche.

Barschbisse auf Topwater-Köder sind mitunter das Spannendste, was wir Spinnangler erleben dürfen.

Topwater-Köder bringen Spannung

Die Barschjagd beginnt! An den sehr großen Seen, an denen ich regelmäßig unterwegs bin, kann man diese Phänomene auch tagsüber beobachten. Wenn dann die Barsche die flüchtenden Kleinfische an die Wasseroberfläche drücken, schlägt das Herz eines jeden Barschanglers höher. Wegspritzende Kleinfische und ein lautes schmatzendes Ansauggeräusch der Barsche signalisiert das große Fressen. Jetzt ist die Zeit für Oberflächenköder wie Popper und Stickbaits gekommen. Einfach Wahnsinn, wie spannend es mit diesen Techniken ist, Bisse zu bekommen.

Haben wir ein paar Barsche aus einem Schwarm gefangen, merken die Burschen was Sache ist und ziehen weiter. Jetzt wechsel ich schnell den Köder und versuche die Barsche in tieferen Wasserschichten erneut zu finden.

Schlaue Barsche

Haben wir raubende Barsche gefunden und ist es uns gelungen, schnell zwei oder drei Exemplare aus dem Schwarm zu fangen, kann der Spuk auch schnell wieder vorbei sein. Barsche sind extrem lernfähig. Sie riechen meistens recht schnell den Braten und brechen die Jagd ab, schwimmen weiter oder ziehen sich einfach in tiefere Gefilde zurück. In diesem Fall kann man ihnen jetzt gut im Mittelwasser oder teilweise auch sehr Grund nah mit kleinen Crankbaits, gejiggten Gummis oder Skirted Jigs nachstellen.

Barsche gönnen sich gegenseitig nix. Nutzt hier den immerwährenden Futterneid aus, um mehrere Barsche aus einem Schwarm zu fangen.

Nutzt den Futterneid

Tipp: Habt ihr die aktiven Barsche gefunden, nutzt deren Fressrausch aus. Oft verfolgen Barsche im Futterneid den Artgenossen am Haken, um den vermeintlichen Beutefisch noch wegzuschnappen. Jetzt gilts - Im besten Fall habt ihr eine zweite, fertig montierte Rute am Start, um bei einem Problem mit der ersten Rute direkt nahtlos weiter Angeln zu können. Ihr dürft beim Abhaken der Barsche aber nicht in Hektik verfallen, denn dadurch entstehen Fehler und Unfälle. Zügiges routiniertes Handeln fängt euch aber dann sicher den einen oder anderen gierigen Barsch mehr.

Sommerbarsche sind super! Die Angelei ist in der Regel kurzweilig und ab und zu klappts auch mit einer dicken Kirsche.

Sommerbarsche fangen macht einfach Spaß. Man muss nicht zwangsläufig mitten in der Nacht aufstehen oder bis spät in die Dunkelheit hinein am Wasser bleiben. Die Barsche lassen sich problemlos tagsüber finden und beangeln. Hoffentlich konnte ich euch mit diesem kleinen Bericht ein wenig helfen, den einen oder anderen schönen Sommerbarsch mehr zu fangen. Manchmal bedarf es ja nur einer kleinen Veränderung und schon läuft es.
Ich wünsche euch viel Erfolg

Euer Martin Höpfel

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