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Skirted Jigs - die Rubber-Jigs mit Weedguard sind top für dicke Barsche
Der Rubber Jig bringt regelmäßig Ausnahmefische aus den verschiedensten Gewässern zum Vorschein.

Seit Jahrzehnten in den USA, Japan und in vielen Ländern Europas als (Schwarz-) Barschköder bekannt, findet der Skirted Jig erst seit einigen Jahren auch den Weg in deutsche Köderboxen. Viele Rekordfische gehen weltweit auf sein Konto und auch hierzulande bringt er regelmäßig dicke Barsche aus den verschiedensten Gewässern an den Haken. Aber woran liegt es, dass der Skirted Jig mittlerweile bei Barsch- und Zanderanglern so begehrt ist? Dieser Frage möchte ich mit euch zusammen auf den Grund gehen.

Im Prinzip ist der Skirted Jig ein einfacher Jig Haken mit Gummi Fransen und einem Krautschutz.

Was ist ein Skirted Jig?

Der Fransen-Jig ist im Grunde ein ganz simpler Jighaken mit einem Kranz aus beweglichen Gummistreifen. Daher kommt auch der Name Skirted- oder Rubber-Jig. Alleine für sich ist dieser Jig-Haken aber noch keine Waffe, denn er schöpft erst in Kombination mit einem zusätzlichen Gummiköder, dem sogenannten Trailer, sein Potenzial komplett aus. Dabei kommen meistens Gummiköder wie Krebse, Würmer, V-Tails oder aber auch schlanke Gummifische mit Paddelschwanz zum Einsatz.

Manchmal hängt der Erfolg des Skirted Jigs lediglich von der Wahl des richtigen Trailers ab.

Der Trailer

Ich fische die Skirted Jigs gerne mit kleinen Krebsimitaten wie unserem Edward oder mit einem schlanken Gummifisch wie dem Dude als Trailer. Warum beide Varianten ihre Berechtigung haben, konnte ich erst vor kurzem erleben. Mein geliebter Edward brachte nicht den gewünschten Erfolg. Es gab viele Fehlbisse und kein Barsch blieb kleben. Erst als ich einen kleinen Dude montierte, konnte ich einige schöne 40+ Barsche überzeugen!
Tipp: Um euren Köder etwas zu „tunen“, könnt ihr die Länge der Fransen beliebig kürzen. Das Gesamtbild sollte immer zum jeweiligen Trailer passen.

Mit Rubber- und Skirted Jigs experimentieren kann den Unterschied machen, wenn man es gezielt auf Großbarsche abgesehen hat.

Experimente

Wer regelmäßig gezielt auf große Barsche angelt, der wird die Eigenheiten dieser Spezies schnell verstehen. Manchmal ist es einfach zum Haare raufen. So kann es ab und an entscheidend sein, welcher Trailer montiert wird, denn nicht immer wollen die Barsche große und voluminöse Köder. Ein wenig experimentieren kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Einfaches "Einschleifen" des Skirted Jigs über den Gewässerboden sorgt dafür, dass sich die Gummifransen verführerisch im Wasser bewegen.

Köderführung

Die Führung des Rubber Jigs kann ebenfalls fangentscheidende Auswirkungen haben. Dabei gilt es nicht zu jiggen oder zu faulenzen, sondern es ist vielmehr ein simples "Schleifen" des Köders über den Gewässerboden. Diese Technik sorgt dafür, dass die Gummifransen des Skirted Jigs sich bei jedem Ruck verführerisch im Wasser bewegen. Das bringt oftmals selbst dann knallharte Bisse, wenn der Jig mehrere Sekunden regungslos am Grund abliegt.

Durch die gierigen Bisse der Räuber auf den Skirted Jig, sinkt die Fehlbiss Quote erheblich im Vergleich zu anderen Methoden.

Weniger Fehlbisse, warum?

Ich erkläre es mir damit, dass Krebse in den Gewässern die Barsche oder Zander an der Maulpartie verletzen könnten. Um dem vorzubeugen, werden die Skirted Jigs von den Raubfischen sehr vehement genommen. Da gibt es dann meistens kein Entkommen mehr. Genau das wirkt sich dann auch positiv auf unsere Fehlbissquote aus. Bei mir liegt diese mit dem Rubber Jig deutlich unter der von anderen Methoden.

Ihr müsst auch immer damit rechnen, dass mal ein guter Hecht Gefallen am Skirted Jig findet. Bedenkt dies bei der Wahl eures Vorfachs.

Welche Rute?

Beim Fischen mit Skirted Jigs solltet ihr auf eine Rute mit einer schnellen Aktion setzen. Ich nutze in der Regel zwei Modelle - zum einen die 2,40 m lange Peak JG 2 und zum anderen die 2,13 m kurze Swift. Warum zwei Ruten? Das kommt auf die Stimmung der Zielfische an. Oftmals jagen nicht nur große Barsche in dem Gewässerteil. Hechte finden ebenfalls hin und wieder Gefallen am Rubber Jig. Wenn ihr mehr über mein verwendetes Tackle wissen wollt, schaut einfach unten in die Tackle Checkliste.

Habt ihr viele Hechte in eurem Gewässer, sollte eure Wahl auch beim Angeln mit Rubber Jigs stets zum Stahlvorfach tendieren.

Welches Vorfach?

Ob ihr ein Stahlvorfach oder ein Fluocarbonvorfach vorschaltet, bleibt ganz euch überlassen. Einen signifikanten Unterschied in der Fängigkeit der Skirted Jigs konnte ich bisher nicht feststellen. Habt ihr allerdings vermehrt Hechte im Gewässer, solltet ihr besser immer zum Stahlvorfach greifen.

Aufgrund des Weedguards, muss der Anhieb beim Skirted Jig etwas kräftiger als sonst ausfallen.

Krautschutz

Wie die meisten Modelle auf dem Markt haben auch unsere Skirted Jigs einen sogenannten Weedguard, also einen Hakenschutz für das Fischen im Kraut. Im Vergleich zu anderen Fabrikaten besitzen sie jedoch einen entscheidenden Vorteil. Der Krautschutz ist bereits ab Werk deutlich weicher, da er auf unsere heimischen Räuber angepasst und nicht wie bei vielen amerikanischen Produkten für Schwarzbarsche entwickelt wurde.
Info:
Aufgrund des Krautschutzes solltet ihr beim Anhieb trotzdem recht kräftig durchziehen.

Natürliche Farbdekore fangen immer, traut euch aber auch mal mit krassen Farbkombinationen eurer Skirted Jigs zu spielen.

Köderfarben

Auch solltet ihr mit den Farben der Skirted Jigs und deren Trailer variieren. Ich muss allerdings gestehen, dass ich meistens gerne gleiche Farbtöne wie zum Beispiel Braun mit Motoroil oder Moor Kiwi mit einem gleichfarbigen Rubber Jig miteinander kombiniere. Von Zeit zu Zeit bringt aber auch ein krasser Kontrast oder ein bisschen UV-Aktivität wieder Leben in die Bude. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Und wieder einmal konnte Sebastian einen der deutlich größeren Barsche aus einem Schwarm, Dank Skirted Jig, herauspicken.

Schreckt nicht vor den Skirted Jigs zurück! Ihr werdet oftmals weniger, dafür aber die deutlich größeren Fische aus einem Schwarm herauspicken. Ein toller Nebeneffekt: Ein Catch & Release der Barsche ist nahezu immer möglich, da die Rubber Jigs aufgrund ihrer Größe von den Fischen nicht bis in die Kiemen geschluckt werden können.

Also probiert es selbst aus und lasst die Röcke tanzen

Euer Sebastian Moehrke

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