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Der Grinner-Knoten eignet sich für geflochtene ebenso, wie für Fluorocarbon oder monofile Schnüre
Der Grinner Knoten ist sehr zuverlässig - Das ist nicht nur beim Welsangeln wichtig.

Der Grinner-Knoten ist einer der wichtigsten Angelknoten überhaupt. Er hat eine hohe Knotenfestigkeit, ist zuverlässig und mit etwas Übung auch noch recht einfach zu binden. Am besten eignet er sich um eine Geflochtene (egal welcher Stärke) oder aber auch eine dünne Monofile (bis etwa 0,25 mm Durchmesser) mit einem Wirbel oder Ring zu verbinden. Man könnte ihn also als recht universellen Hauptschnurknoten bezeichnen.

Geht mit eurer Schnur durch die anzuknotende Öse - Bei Geflochtenen am besten immer zweimal, bei Monofilen reicht einmal.

Schritt 1

Ihr nehmt eure Schnur und führt sie durch die Öse von Wirbel, Ring oder was auch immer ihr anknoten wollt.
Tipp:
Bei Geflochtenen am besten immer zweimal durch die Öse gehen; bei Monofilen reicht einmal aus.

Jetzt eine große Schlaufe bilden.

Schritt 2

Das Schnurende führt ihr zurück, wodurch eine Schlaufe entsteht. Bitte ausreichend Schnur (mehr als 10 cm ) überstehen lassen, weil wir diese benötigen, um später die Windungen zu legen.

Achtet darauf, dass die Windungen sauber nebeneinanderliegen.

Schritt 3

Nun „wickelt“ ihr das Schnurende um die zwei parallel gelegten Schnüre herum. Ihr fangt mit den Windungen unten am Öhr an und arbeitet euch nach oben. Die einzelnen Windungen sollten sauber nebeneinander liegen (darauf solltet ihr besonders später beim Zuziehen achten).

Nun etwa 5 bis 8 Mal um die parallel gelegten Schnüre wickeln.

Schritt 4

Ihr wickelt das Schnurende bei dünneren Schnüren etwa 8 Mal und bei dickeren Schnüren etwa 5 Mal um die parallel gelegten Schnüre und führt es anschließend aus der Schlaufe heraus.

Immer vor dem Zusammenziehen den Knoten befeuchten.

Schritt 5

Jetzt befeuchtet ihr die Windungen (gerne mit etwas Spucke – dadurch wird die Reibungshitze reduziert). Ihr zieht nun am überstehenden Schnurende und haltet gleichzeitig den anderen Teil der Schnur fest. Dadurch zieht sich der Knoten zusammen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass sich die Windungen nicht übereinanderlegen. Zieht den Knoten hier auch noch nicht komplett fest zusammen. So kann er im nächsten Schritt besser bis zur Öse herunterrutschen.

Nur noch alles zusammenziehen und fertig ist euer Grinner Knoten!

Schritt 6

Nun könnt ihr den Knoten bis an die Öse heranziehen. Am überstehenden Schnurende dürft ihr anfangs nicht mehr ziehen. Der Knoten soll langsam in Richtung Öse wandern. Dort angekommen, zieht ihr dann an beiden Schnurenden nochmals kräftiger. Nun zieht sich alles zusammen und der Knoten sitzt fest an Ort und Stelle. Das Schnurende könnt ihr nun abschneiden. Lasst am besten aber noch ein paar Millimeter überstehen, falls sich der Knoten unter starkem Zug noch etwas nachzieht. Sicher ist sicher.

Der Grinner Knoten eignet sich hervorragend, um beispielsweise Solid Ringe anzuknoten.

Den Grinnerknoten ist der Knoten, der bei mir mit Abstand am häufigsten zum Einsatz kommt. Wenn ihr ihn zum ersten Mal bindet, wird er euch vermutlich ein paar Probleme bereiten. Aber Übung macht den Meister. Vertraut mir – irgendwann beherrscht ihr ihn vermutlich mit verbundenen Augen. Wenn es soweit ist, wird für euch in ganz vielen Fällen gar kein anderer Knoten mehr in Frage kommen.

Viel Spaß beim Nachbinden

Euer Carsten Zeck